Samstag, 21. August 2010

Strand in Oarai (大洗町)

Im Sommer ist es hier ganz schön warm und die Luftfeuchtigkeit ziemlich hoch. Also ganz wie zu Hause, allerdings seit Mitte Juni fast ununter-brochen. Der Vorteil in Japan: kein Ort ist mehr als 150km vom Meer entfernt, Tsukuba ca. 60km. Noch ist mein Führerschein hier nicht gültig, aber ich arbeite daran und eigentlich sollte es nicht so kompliziert sein (s. hier). Aber auch ohne Führerschein kann man ganz bequem per Zug durchkommen. Die Fahrpläne sind zwar ein wenig verwirrend und in Tsukuba gibt es keine JR-Line, weshalb man erst ein paar Kilometer mit dem Rad fahren sollte, wenn man nicht ca. 30min Umweg mit der Bahn fahren will. Das erste Teilstück mit dem Zug ist dann von Tsuchiura nach Mito mit der Joban-Line. In Mito steigt man dann um in einen wirklich netten kleinen Touristenzug, wie er im Bild zusehen ist.
Es handelt sich um einen Dieselzug, zumindest nehme ich das mal an Hand des Fahrge- räusches und der fehlenden Oberleitung an. Man erkennt er die Qualität der japanischen Technik, denn der Zug ist mindestens 40 Jahre alt aber in sehr gutem Zustand. Das beste an diesem Zug ist aber die Klimaanlage wie man im zweiten Bild sehen kann. Das schöne ist das alles voll funktionsfähig ist und es handelt sich nicht um einen Wochenendzug für Ausflüge sondern um ganz normalen Linienverkehr.
Nun aber mal zum eigentlichen Thema: der Strand. Etwas ungewöhnlich ist, dass die Leute hier recht früh zum Strand gehen und ihn auch recht früh wieder verlassen. Das heißt allerdings umgekehrt, dass man ab so etwa 17:oo Uhr den Strand fast für sich alleine hat. Also zumindest wenn man es mit der sonstigen allgegenwärtigen Überfüllung vergleicht. Der Nachteil ist, dass alle kleinen Geschäfte am Strand die etwas zu essen und trinken verkaufen auch schon um fünf geschlossen sind und der Bus zum Bahnhof nicht mehr fährt. Aber ich denke man nimmt dann schon einen kleinen Spaziergang in kauf, wenn man dafür ein wenig mehr Freiheit hat. Das Wasser ist recht erfrischend und trotz der Nähe zum Hafen einigemaßen sauber. Dazu muss ich erwähnen, dass wir mittlerweile auch schon an einem anderen Strand waren. Dort ist das Wasser viel klarer, was aber auch an der Art des Sand liegen kann und dort war es ist nicht so überfüllt. Aber dort sind wir mit dem Auto hingekommen und dann kann ich nicht die tollen Zugbilder zeigen. Typisch für japanische Strände sind auch Anlagen zum Schutz der Küste. Man kann diese Konstruktionen wunderbar beim Anflug auf Narita sehen und sie ziehen sich die gesamte Küste entlang. Für mich sehen sie ein wenig aus wie Panzersperren aber wenn es funktioniert ist fast egal wie es aussieht. Auf unserm Fußweg zum Bahnhof sind wir dann auch noch in ein japanisches Tanzfest gestolpert. Eine turm- hafte Bühne in der Mitte mit Trommelspielern ganz oben und Flöte und Gesang unten. Um diesen Trum herum tanzen, also eher gemächliches im Kreis laufen die Leute. Ich glaube es war so eine Art Wettbewerb, weil alle Tänzer hatten eine Startnummer aber verstanden habe ich das ganze nicht.

1 Kommentar:

  1. Hallo Michael,

    ich warte noch gespannt auf ein Bild von Dir und Kitty :-)
    Bei uns gehts auch bald los auf reisen....
    www.lynontour.blogspot.com (hab Dich mal verlinkt)
    Ich freue mich noch viel von Dir zu lesen

    Grüße aus dem nassen Karlsruhe
    Linda

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