Montag, 16. August 2010

Der große Buddha (牛久大仏)

Ganz in der Nähe von Tsukuba gibt es eine Stadt mit dem schönen Namen Ushiku ( 牛久市). Sie hat ca. 80.000 Einwohner, also eher ein Dorf für japanische Verhältnisse. Dort steht eine kleine Buddhastatue, deren Name Ushiku Daibutsu (牛久大仏), heißt soviel wie "Großer Buddha von Ushiku". Wie schon beim Tokio Sky Tree, ist großer Buddha nicht einfach so dahin gesagt. Mit einer Höhe von 120 Metern war die Statue bis 2008 die größte Statue der Welt. Ach so zum Vergleich, die Kirche in Rheinbischofsheim ist nicht ganz halb so hoch und das Strasbourger Münster gerade mal 22m höher. Das beste daran ist, dass man sich mit dem Fahrrad kaum verfahren kann, da man die Statue schon von weitem sieht. So sind wir auch ganz glücklich nach 90 Minuten Tour in der Sonne dort angekommen. Klar das wir erst mal etwas essen und trinken mussten. Die Statue ist umgeben von einem netten kleinen Park, wo man auch ein paar Glocken klingen lassen kann. Ist bestimmt was religiöses haben wir aber noch nicht verstanden. Spaß hat es trotzdem gemacht.
Man kann dann mit einem Aufzug auf 85m fahren und durch sehr kleine Fenster die Umgebung betrachten. Das Betreten des Buddha ist eine riesige Show. Man kommt zunächst in einen ganz abgedunkelten Raum und bekommt einen kleine Ansprache. Wir waren fünf Ausländer aber die Ansprache wurde komplett verlesen, natürlich in japanisch. Danach kann man das Erdgeschoss betreten, welches so eine Art Meditationraum ist, zumindest glaube ich das. Es folgt eine Ausstellung über den Bau auf dem Weg zum Fahrstuhl. Oben gibt es wie erwähnt kleine Fenster zum rausschauen und es wird der Lebensweg von Buddha geschildert, zum Glück auch auf Englisch. Natürlich gibt es auch einen Souvenirshop dort oben. Mit dem Fahrstuhl kommt man dann wieder nach unten in den zweiten Stock. Dort gibt es eine mächtige Halle mit einem riesigen Regalsystem, welches mit unglaublich vielen kleinen goldenen Buddhastatuen gefüllt ist. Einige tragen einen Namen die meisten nicht.
Wir haben sogar zwei fehlende Statuen gefunden und klar wir als gute Touristen haben unzählige Fotos gemacht. Zurück geht es dann wieder durch den Meditationraum, einem Gebetsraum und klar einen Souvenirshop. Draußen angekommen sind wir gut gelaunt mit einem Eis in der Hand nachhause geradelt. Die Nordeuropäer unter uns hatten natürlich einen tierischen Sonnenbrand aber da muss man durch.
P.S.: Wir haben uns natürlich gleich gefragt was all diese goldenen kleinen Statuen für einen Zweck erfüllen. Aber da die hier verrückt sind nach haufenweise Statuen haben wir uns nicht weiter den Kopf zerbrochen. Zurück in Tsukuba und Montags auf der Arbeiten haben ich dann doch mal nachgefragt. Es sind Urnen.

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