Montag, 19. Juli 2010

Bier im 22. Stock

Die Fußball-Weltmeisterschaft hat leider mein ganzes Zeitgefühl durcheinander gebracht. Durch die späten Spiele habe ich so einen Jetlag bekommen der schlimmer war als durch den Flug. Deshalb sind die ersten Wochen hier im Japan an mir nur so vorbeigerauscht. Aber jetzt hoffe ich, dass es besser wird und ich mich dazu durchringen kann mal ein wenig über mein Leben hier zu berichten. Schon vor einiger Zeit habe ich, unter Führung von Carmen, meinen ersten Tokio Besuch unternommen. In die Stadt zu kommen ist von Tsukuba recht einfach. Ungefähr 45 min dauert es mit dem Tsukuba-Express. Unser erstes Ziel war der Stadtteil Asakusa, davon ein anderes Mal mehr. Heute zu meinem persönlichen Höhepunkt des Tages. Der Besuch des Asahi-Towers. Asahi ist eine der großen japanischen Bierbrauereien. In Wirklichkeit stellen die so ziemlich alles an Getränken her was man sich vorstellen kann. Kaffee in Büchsen, heiß oder kalt, grünen Tee in Literflaschen und komisches süßes Zeug von dem ich nicht weiß was es ist. Vorallem kann man das Zeug überall in Automaten kaufen auch bei uns am Institut, was mich dazu bewogen hat eine kleine Testreihe durch zu führen und unten links im Automaten anzufangen. Aber das nur am Rande.
Zurück zum Asahi-Tower, dort gibt es im 22. Stock ein paar Restaurants und auch eine kleine Bar, diese haben wir dann besucht. Zunächst sah es so aus als ob wir ewig anstehen müssten und wir waren schon kurz davor wieder zu gehen. Aber wenn man schon mal im 22. Stock ist kann man zumindest das WC besuchen!
Da die Gebäude in der nähe alle viel kleiner sind kann man es sich auch erlauben riesige Glasfenster hinter die Pissoirs zu machen, und was ihr auf dem ersten Bild sehen könnt ist eben jene Aussicht aus der Toilette. Nach diesem Erfolg haben wir uns schließlich doch mit eingereiht und gewartet. Es ging dann doch alles sehr viel schneller als erwartet.
Zunächst haben wir ein extra Schließfach für unseren Schirm bekommen, wirklich sehr professionell. Dann kommt man zuerst an die Kasse bestellt und bezahlt sein Bier, bekommt eine Nummer und darf sich setzten. Die Aussicht ist wirklich Klasse und das Bier sogar genießbar. Ganz im ernst Bier ist zwar teuer (500 Yen) aber doch ganz passabel. Und obwohl diese Bar vermutlich nur von Touristen besucht wird, die bekanntermaßen jeden Preis bezahlen, war das Bier nicht teurer. Kann natürlich auch sein, dass man sich beim Hauptsitz der Brauerei keine Blöße geben will. Mir hat es auf jeden Fall geschmeckt und für diese Aussicht wartet man gerne mal fünf Minuten länger auf sein Bier.

1 Kommentar:

  1. Na da bin ich ja beruhigt das man das Bier trinken kann :-) Dann wirst du die Zeit ja sicher gut rumbekommen. Freu mich das es euch gut geht und wünsche euch weiterhin ne schöne Zeit. Gruß

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